Holzfasern gefährlich

 


HOLZFASERN GEFÄHRLICH??


SÄGEMEHL SCHÄDLICH


für ihr Nagetier oder Kaninchen

Forschungsbericht - Sägemehl.


Sägemehl enthält so viele toxische Stoffe, dass es als Einstreu in Käfigen von Nagetieren und Kaninchen sehr ungeeignet ist. Aber auch der Betreuer der Tiere nimmt ein Risiko in Kauf.

Auch für Pferde ist Sägemehl nur mäßig als Bodenbedeckung geeignet.

Sägemehl wird größtenteils aus Nadelbaumholz hergestellt. Dieses enthält viele giftige Stoffe, wie zum Beispiel berüchtigte aromatische Kohlenwasserstoffe mit Abitiensäure als wichtige Zutat. Bei intensivem Kontakt der Nagetiere mit ihrem Einstreu kann es zu enormen gesundheitlichen Schäden kommen und es besteht eine erhöhte Gefahr für Tumore, Lungenentzündungen und eine wesentlich verkürzte Lebensdauer.

Verschiedene Sägemehlsorten die in den Niederlanden genutzt werden, wurden vor kurzem von der Universität und Forschungszentrum Wageningen im Labor auf diese giftigen Stoffe untersucht.

Die Ergebnisse sind schockierend: hohe toxische Kohlenwasserstoffwerte wurden gemessen. Es ist eindeutig, dass dieses Sägemehl Leberfunktionsstörungen sowie Leberkrankheiten verursacht, Beschwerden in den Luftwegen herbeiführt und die Chance für eine Krebserkrankung erhöht. Folglich können wir behaupten, dass Sägemehl als Bodenbedeckung für Nagetiere und Kaninchen ungeeignet ist. Aber auch für Frettchen, Pferde und die Pfleger, die mit dem scheinbar unschuldigen Sägemehl arbeiten, sind Gesundheitsrisiken vorhanden.


Warum wird Sägemehl dann immer genutzt?


Sägemehl wird seit Jahren von vielen Nagetier- und Kaninchenhaltern verwendet, weil es kostengünstig ist und gut riecht. Das Sägemehl hat auch natürliche insektenabwehrende und desinfizierende Eigenschaften durch aromatische Verbindungen im Holz, vor allem in Holz von Nadelbäumen. Aber viele Veröffentlichungen aus der wissenschaftlichen Literatur und die Daten der jüngsten Forschungen in Wageningen beweisen, dass es unverantwortlich ist unsere geliebten Haustiere noch länger in Sägemehl zu halten.

Für Tierärzte und Zoofachgeschäftinhaber ist es an der Zeit um Nagetierbesitzer über Alternativen aufzuklären.
 

Peter Klaver, Tierarzt Exoten und Wildlife